Lagerservice der Deutschen Post im Praxistest

Wer längere Zeit verreist ist oder aus anderen Gründen nicht zu Hause sein kann, kennt das Problem. Der Briefkasten läuft über, wichtige Poststücke liegen tagelang unbeachtet und Pakete landen in der Filiale. Für genau diese Situationen bietet die Deutsche Post den sogenannten Lagerservice an. Ein Verbraucher hat diesen Service über Weihnachten und Neujahr getestet und berichtet über seine Erfahrungen.

So funktioniert der Lagerservice

Beim Lagerservice wird für einen festgelegten Zeitraum keine Post an der heimischen Adresse zugestellt. Stattdessen sammelt die Deutsche Post alle Sendungen zentral und stellt sie nach Ablauf der Lagerfrist gebündelt zu. Im aktuellen Test endete die Lagerfrist am 3. Januar und die gesammelte Post wurde zuverlässig zugestellt. Früher erhielten Kunden ihre Post oft in einem großen Sammelumschlag. Bei sehr großen Sendungsmengen ist dies heute jedoch nicht immer möglich.

Gebucht wird der Service online über die Website der Deutschen Post. Seit 2025 kann der Lagerservice nur noch für maximal vier Wochen gebucht werden. Zur Auswahl stehen Zeiträume von einer Woche bis zu einem Monat. Wichtig ist, den Auftrag spätestens fünf Tage vor Beginn zu erteilen, da die Post Vorlaufzeit für die Einrichtung benötigt. Kunden erhalten zusätzlich eine schriftliche Auftragsbestätigung per Briefpost.

Unterschied zwischen Lagerservice und Postscan

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Neben dem klassischen Lagerservice bietet die Deutsche Post auch den Service Postscan an. Beim Lagerservice wird die Post lediglich gesammelt und später zugestellt. Beim Postscan dagegen öffnet die Deutsche Post die Briefe, scannt den Inhalt und stellt die Dokumente digital zur Verfügung, zum Beispiel per E Mail. Wer also länger im Ausland ist, kann so trotzdem sehen, welche Post eingegangen ist. Dennoch wird auch beim Postscan einmal im Monat die gesammelte Originalpost als DHL Paket zugestellt. Jemand zu Hause sollte dieses Paket also annehmen können.

Welche Sendungen werden gelagert und welche nicht

Der Lagerservice gilt nicht für jede Art von Sendung. Gelagert werden normale Briefe, Großbriefe, Maxibriefe, Pressesendungen, Zeitschriften und Warenpost der Deutschen Post. Nicht gelagert werden DHL Pakete und DHL Päckchen. Diese werden während der Abwesenheit in einer Filiale hinterlegt und nach einer Woche an den Absender zurückgeschickt. Wer in dieser Zeit wichtige Pakete erwartet, sollte einer Vertrauensperson eine Abholvollmacht erteilen. Diese kann zunächst ohne Sendungsnummer ausgestellt und später ergänzt werden.

Auch bei Werbesendungen gibt es Unterschiede. Dialogpost mit vollständiger Adresse wird gelagert. Teiladressierte Werbesendungen wie an die Bewohner des Hauses bleiben davon unberührt und werden weiterhin eingeworfen. Unadressierte Werbung landet ebenfalls im Briefkasten. Bei Einschreiben wird nur das Einwurf Einschreiben gelagert. Andere Einschreibenarten werden in der Filiale hinterlegt. Sendungen mit Nachentgelt werden nicht gelagert, da sie nur gegen Zahlung ausgehändigt werden können. Postzustellungsaufträge wie die bekannten gelben Briefe werden ebenfalls nicht gelagert und dürfen eingeworfen werden.

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Hinzu kommt, dass der Lagerservice ausschließlich für Sendungen der Deutschen Post gilt. Private Briefdienste oder Zusteller von Werbeprospekten sind davon nicht betroffen und liefern weiterhin normal ein.

Lagerservice oder Nachbar fragen

Einige Verbraucher stellen die Frage, ob man nicht einfach einen Nachbarn bitten kann, regelmäßig den Briefkasten zu leeren. Für normale Briefpost mag das funktionieren. Wer jedoch oft große Sendungen oder wichtige Post bekommt, steht schnell vor Problemen. Zusteller klingeln dann trotz Abwesenheit und legen Sendungen in der Filiale ab, die später sogar zurückgeschickt werden können. Genau das lässt sich mit dem Lagerservice vermeiden.

Fazit

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Der Lagerservice der Deutschen Post ist ein sinnvoller und zuverlässiger Service für alle, die längere Zeit nicht zu Hause sind. Die Post wird gesammelt, sicher aufbewahrt und nach Ende der Lagerfrist gebündelt zugestellt. Wichtig ist, die Fristen und Einschränkungen zu kennen, insbesondere bei Paketen, Einschreiben und Werbesendungen. Wer den Service rechtzeitig bucht und die Besonderheiten beachtet, kann beruhigt in den Urlaub fahren oder längere Abwesenheiten überbrücken.

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